Dienstag, 2. September 2008

Radausflug in die Goldberger Vorberge

Liegnitzer Tageblatt vom 28. August 1937

Ein schönes Fleckchen Erde sind die waldreichen Höhenzüge unserer Vorberge. In der Einsamkeit und Ruhe der Wälder kann man die Sorgen des Alltags vergessen. Sind die Höhen erreicht, belohnt eine herrliche Aussicht den Schauenden.

Wir legten den Weg nach den Vorbergen auf unseren Stahlrössern zurück und fuhren in Richtung Goldberg auf der staubfreien Kunststraße. Die Halbe Meile und der Bahnhof Pahlowitz lagen bald hinter uns. Rothkirch mit seinem Kirchturm wurde rechts sichtbar. Links sah man die bewaldeten Höhen bei Dohnau. Vor der Autobahnunterführung fuhren wir links ab nach Wildschütz hinunter. In Kroitsch bogen wir nach Riemberg ab und fuhren nun

im Katzbachtal entlang

durch reizvolle Gegend nach Hohendorf und Kosendau. Der Hege- und Mönchswald lag im Hintergrund. Hinter Kosendau kamen wir auf die Kunststraße Goldberg-Jauer.

Durch Goldberg muß man das Rad bis zur alten Schönauer Straße über den Kalten Berg führen. Links liegt der Flensberg, dahinter der Eichberg und rechts der stattliche Wolfsberg. Von der Höhe fuhren wir ins Tal hinab, an einer Ziegelei und dem Ziegenberg mit seinem Steinbruch vorbei, nach

Wolfsdorf.

Hier stellten wir nach 25 Kilometer Fahrt unsere Stahlrösser ein und begannen die Fußwanderung. Zunächst gingen wir auf einem Feldweg, der mit Bäumen bepflanzt ist, bis zum Waldrande hinauf. Dann wurde dem nahen Steinbruch ein Besuch abgestattet. Steinbänke laden zum Ausruhen ein.

Nachdem wir in der wohltuenden Stille des Waldes gerastet hatten, wanderten wir auf den vielen Wegen und suchten dann den

Hohlstein

auf. Eine herrliche Aussicht belohnte uns. Links liegt der Kahle Berg mit seinem Steinbruch, wo sich vor zwei Jahren das Sprengunglück ereignet hatte, und dahinter die bewaldete Höhe des Sargberges. Unter uns ist das Wildbachtal mit seinen grünen Wiesen, dahinter auf der Höhe Konradswaldau und das Katzbachgebirge. Rechts konnte man bis Neukirch und den Probsthainer Spitzberg blicken. Auf schattigen Waldwegen durchstreiften wir die herrliche Gegend und kehrten zu unserem Ausgangspunkt Wolfsdorf zurück.

Zur Rückfahrt benutzten wir bis Goldberg den Anfahrtsweg und wurden für unseren Morgenmarsch entschädigt. Auf der Kunststraße kehrten wir wieder nach Liegnitz zurück.

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