Montag, 1. September 2008

Radausflug ins Bolkenhainer Burgenland

Liegnitzer Tageblatt vom 11. September 1937


Eine Radwanderung nach dem Bolkenhainer Burgenland ist durchaus nicht so anstrengend, wie angenommen wird. Man muß nur den Weg wählen, der sich für Radwanderer eignet.
Bis Bolkenhain sind auf der nachfolgend beschriebenen Strecke 42 Kilometer zurückzulegen. Das ist auch bei den jetzt kurzen Tagen keine übermäßige Leistung.

Von Liegnitz führen wir nach Neuhof und betrachteten die hier entstehenden Siedlungsbauten. Durch Neudorf radelten wir auf der bekannten Kunststraße bis Malitsch und hatten hier einen schönen Blick auf die Vorberge mit ihrem dunkelblau erscheinenden Waldbestand. Am „Zigeunerpüschl“ ging es vorbei und bald erreichten wir Jauer. Durch Semmelwitz fuhren wir im
Tal der Wütenden Neiße entlang, die uns bis Bolkenhain begleitet. Mehrere Steinbrüche liegen am Wege. Auf guter Straße über Tschirnitz, Girlachsdorf, Dätzdorf folgt Rohnstock. Am Wege liegen der Tschechenberg, Kleeberg und Gansberg.
Im Schatten hoher Bäume durchradelten wir Rohnstock, am Schloß mit seinem Park vorbei. Die Wütende Neiße ist oft gestaut und über die Wehre stürzt das Wasser, in dem sich Gänse und Enten tummeln. In Kauder erblickten wir die Ruine der alten Wasserburg.

Wolmsdorf liegt zum Teil auf einem Höhenrücken.
In Kolonie Schönthälchen wird die Schweinhausburg sichtbar. Bald lag Bolkenhain mit der hoch über der Stadt gelegenen Bolkoburg vor uns. In die Stadt hinein führten wir das Rad, vorbei an alten Lauben. Der Aufstieg zur alten Burg lohnte sich. Vom Bergfried ist ein prachtvoller Rundblick über Berge, Tal und Stadt beschieden.
Die Schweinhausburg schaut herüber und lädt zum Besuch ein. Wir fuhren nach dem Abstieg nach Schweinhaus weiter. Am Friedhof mit der kleinen Bergkirche vorbei, kommt man zur Burg. Auch hier genossen wir den Ausblick und rüsteten dann zur Rückfahrt.
„Nach Jauer 19 Kilometer“ kündete der Wegweiser. Eine schöne Abfahrt durch den Wald brachte uns schnell nach Falkenberg, Poischwitz und Jauer wurden dann durchradelt. Um auf einem anderen Weg wie der Kunststraße heimzukehren, fuhren wir über Reppersdorf und Kaudewitz nach Wahlstatt (11 Kilometer). Hinter Kaudewitz kamen wir auf dem Landweg an grünen Viehweiden vorbei. Im Hintergrund liegt dunkler Wald. Nun steigt der Weg langsam an bis Wahlstatt. In schöner Abfahrt kamen wir bis Oyas. Am Arbeitsdienstlager vorüber, erreichten wir auf der Kunststraße Liegnitz (11 Kilometer).

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