Dienstag, 2. September 2008

Radausflug zwischen Bienau und Heinersdorf

Liegnitzer Tageblatt vom 7. August 1937

Eine abwechslungsreiche Landschaft zieht sich zwischen Bienau und Heinersdorf hin, die von der Katzbach und der Weidelache durchflossen wird. Eine Radfahrt in diese Gegend, die etwa 10 Kilometer von Liegnitz entfernt liegt, wird auf guter Kunststraße zurückgelegt. Jedes Dorf, das man dabei erreicht, hat seinen Reiz und seine Schönheit.

Wir fahren entweder über Alt-Beckern oder Pfaffendorf nach

Panten,

wo unser Waldgebiet beginnt, auf dessen freier Höhe die schlanke Säule des Rehberg-Denkmals an die Schlacht bei Liegnitz am 15. August 1760 erinnert. Auf der Weiterfahrt hat man einen weiten Blick bis zur Wahlstätter Höhe über eine prächtige Auenlandschaft. Das nächste Ziel ist

Bienau

dessen Kirche man schon von weitem liegen sieht; es ist ein recht anmutiges Dorf, durch das sich stückweise eine prächtige Lindenallee hinzieht. Auf einer kleinen Anhöhe liegt die Kirche, um die der Friedhof angelegt ist. Einen recht schönen Platz hat das Weltkriegs-Gedächtnismal, das gegenüber der Kirche Aufstellung gefunden hat. Am Ende des Dorfes zweigt ein Weg zur Furth-Mühle ab; an der Katzbachbrücke hat man einen schönen Blick uaf die Auenlandschaft und das Schleusenwehr der Katzbach. Etwas abseits, durch Strauchwerk verdeckt, liegen die Teichhäuser.

Wir fahren nun weiter nach

Heinersdorf,

das sich langgestreckt an der Straße Liegnitz-Parchwitz hinzieht. Nach Parchwitz wären noch etwa 7 Kilometer zurückzulegen. Wege zweigen ab nach Klein-Schildern, Fischerende und auf der anderen Seite nach Jeschkendorf und Greibnig. Zu beiden Seiten reihen sich die ländlichen Besitzungen aneinander. In der Nähe des Gutsparkes befindet sich die Kirche und das Weltkriegsgedächtnisdenkmal. Wer Neigung hat, kann die Fahrt über Heidau nach Parchwitz ausdehnen.

Die Rückfahrt (10 Kilometer) erfolgt über Kunitz; linksseitig erblickt man bald die große Wasserfläche des Kunitzer Sees. Wir fahren weiter über Groß-Beckern auf Liegnitz zu, dessen Türme man bereits am Ausgang von Heinersdorf sah.

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